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Antworten auf Fragen rund ums Ei

Lage­rung von fri­schen Eiern

Das Min­dest­halt­bar­keits­da­tum von Eiern wird mit dem 28. Tag ab dem Lege­da­tum ange­ge­ben. Hüh­ner­ei­er kön­nen die ers­ten 20 Tage ab Lege­da­tum unge­kühlt gela­gert wer­den, denn das Ei ver­fügt über einen eige­nen Immun­schutz auf der Scha­le und im Inne­ren in Form von Enzy­men. Daher dür­fen die Eier nicht gewa­schen wer­den, bevor sie in den Han­del gelan­gen, denn sonst wür­de der Schutz zer­stört. Auch star­ke Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen oder Küh­lung beein­träch­ti­gen die Schutz­funk­ti­on. Daher müs­sen alle ein­mal gekühl­ten Eier wei­ter­hin unun­ter­bro­chen bei 5 Grad Cel­si­us gekühlt gela­gert wer­den. Ab dem 21. Tag müs­sen alle Eier durch­ge­hend gekühlt werden.

Eier behal­ten die Güte­klas­se A im Kühl­schrank ca. einen Monat, in der küh­len Spei­se­kam­mer etwa 3 Wochen und bei Zim­mer­tem­pe­ra­tur (ca. 20° C) ca. 15 Tage. D.h. wenn Eier inner­halb von 14 Tagen nach dem Legen ver­braucht wer­den, müs­sen sie nicht im Kühl­schrank gela­gert wer­den. Im Kühl­schrank gela­ger­te Eier hal­ten sich ca. zwei bis vier Wochen über das Min­dest­halt­bar­keits­da­tum, zäh­len dann aber nicht mehr zur Güte­klas­se A. Wer auf Num­mer Sicher gehen will, soll­te den Fri­sche­test im Was­ser­glas machen.

Lage­rung von rohem Eigelb und rohem Eiweiß

Wenn beim Kochen oder Backen etwas übrig bleibt: Rohes Eigelb kann man im Kühl­schrank zwei Tage, rohes Eiweiß zehn Tage auf­be­wah­ren, danach ver­än­dert es den Geschmack und wird ungenießbar.

Fri­sche­test – Das Ei im Wasserglas

Eier wer­den als frisch bezeich­net, solan­ge die Luft­kam­mer­hö­he des Eies unter 6 mm liegt.
Da die Eier­scha­le porös ist (= ca. 8000 Poren), wird die Luft­kam­mer, die sich am dicken Pol befin­det, mit zuneh­men­dem Alter der Eier grö­ßer. Um fest­zu­stel­len, ob ein Ei noch genieß­bar ist, hilft der Was­ser­test. Hier­zu füllt man ein Gefäß mit min­des­tens 10 cm Was­ser und legt das Ei hinein.

Lie­gen­des Ei: Bleibt das Ei flach am Boden lie­gen, ist es ohne Ein­schrän­kung genieß­bar. Das Ei in der exak­ten Waa­ge­rech­ten ent­spricht der Güte­klas­se A. Wenn Eier roh ver­wen­det wer­den sol­len oder Dot­ter bzw. Eiweiß auch nach dem Erhit­zen noch flüs­sig sein soll, soll­te man nur die­se Eiern ver­ar­bei­ten! Sobald es sich ein­sei­tig abhebt, ist es das idea­le “Früh­stücks­ei”, denn es lässt sich sehr leicht schälen.

Ste­hen­des Ei: Stellt sich das Ei hoch, ist es zwar noch gut genieß­bar, soll­te aber nur noch zum Backen und Kochen mit län­ge­ren Gar­zei­ten oder allen­falls als gut durch­ge­rühr­tes Rühr­ei ver­wen­det wer­den.
Das Ei ist dann je nach Lage­rung zwei bis vier Wochen alt.

Schwe­ben­des Ei: Bei sach­ge­rech­ter Lage­rung min­des­tens 4 Wochen alt, d.h. nur noch gar gekocht ver­wend­bar und auch das nur bei posi­ti­vem Geruchs­test (“Hart­ge­koch­tes”, Kuchen mit lan­ger Back­zeit etc.). Je höher das Ei schwebt, des­to mehr Fäul­nis­ga­se ent­hält es bereits und ist nicht mehr zum Ver­zehr geeignet.

Schwim­men­des Ei: Hebt sich das Ei deut­lich vom Boden ab, haben sich bereits extrem vie­le Fäul­nisl­ga­se gebil­det und es gehört in die Ton­ne! Denn es ist dann – bei sach­ge­rech­ter Lage­rung – sehr wahr­schein­lich mehr als 5 Wochen alt. Bei unsach­ge­mä­ßer Lage­rung tritt die­ser Zustand ent­spre­chend frü­her ein. Das Ei riecht fau­lig, ist unge­nieß­bar und es besteht eine hohe Ver­gif­tungs­ge­fahr (Bauch­schmer­zen, Übelkeit).

Fri­sche­test – beim Aufschlagen

Falls beim auf­ge­schla­ge­nen Ei das Eiweiss weit aus­ein­an­der läuft und der Dot­ter flach ist, ist das Ei bereits nahe dem Ver­falls­da­tum oder dar­über und soll­te nach einem posi­ti­ven Geruchs­test höchs­tens noch zum Backen oder Bra­ten bzw. Rühr­ei ver­wen­det werden.

Die Ant­wort: An sein Dreh­ge­schwin­dig­keit. Dazu das Ei ein­fach flach auf den Tisch legen und um die eige­ne Ach­se rotie­ren las­sen. Das gekoch­te Ei dreht sich sehr viel schnel­ler, län­ger und gleich­mä­ßi­ger als das rohes Ei, dass sich kei­ne zwei­mal Mal um sei­ne Ach­se dreht und dabei zudem auch noch “eiert”.

Der Grund: Das Ei kocht auch dann noch wei­ter, wenn man es bereits aus dem hei­ßen Was­ser genom­men hat, da die Hit­ze unter der dicken Scha­le nur lang­sam ent­wei­chen kann. Und so könn­te aus einem nicht abge­schreck­ten 5-Minu­ten-Ei doch noch ein hart gekoch­tes Ei werden …