Hilfe zur Selbsthilfe für die Ärmsten der Armen

Geflügelhof Eberl spendet an die Philippinen-Hilfe e.V. Reisbach

Am 29. Novem­ber 2017 über­reich­ten Franz Eberl vom Geflü­gel­hof Eberl und sei­ne Lebens­ge­fähr­tin Mari­an­ne Bau­er eine Spen­de von 500 Euro an die Phil­ip­pi­nen­hil­fe e.V. mit Sitz in Failnbach/Reisbach.

Spen­den­über­ga­be im Hof­la­den – von links nach rechts: Mari­an­ne Bau­er, Franz Eberl, Wal­ter und Hedi Roth­leh­ner
 

Dia­kon Wal­ter Roth­leh­ner, ers­ter Vor­stand des För­der­ver­eins, und sei­ne Frau Hedi, nah­men die Spen­de im Hof­la­den ent­ge­gen und ver­ban­den das Tref­fen gleich mit einem Ein­kauf. Bei­de enga­gie­ren sich bereits seit rund 35 Jah­ren für Hilfs­pro­jek­te, in dem süd­ost­asia­ti­schen Insel­staat, in dem, so Wal­ter Roth­leh­ner, 73 Pro­zent der Bevöl­ke­rung unter dem Exis­tenz­mi­ni­mum lebt.

2009 ent­stand aus der eins­ti­gen Pri­vat­in­itia­ti­ve dann ein ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein mit aktu­ell 153 Mit­glie­dern, um die Hil­fe auch für die Zukunft auf einer mög­lichst brei­ten Basis sicher­zu­stel­len. 290 Euro wur­den auf dem Eberl­hof von als Dan­ke­schön von Besu­chern und Kun­den gespen­det, 210 Euro leg­ten Franz Eberl und Mari­an­ne Bau­er pri­vat oben­drauf.

Wobei das Enga­ge­ment für die Phil­ip­pi­nen­hil­fe vom Eberl­hof kei­ne ein­ma­li­ge Sache ist, so Wal­ter Roth­leh­ner: „Franz und Mari­an­ne unter­stüt­zen uns schon seit rund zehn Jah­ren. Man kann sagen, sie tra­gen jähr­lich cir­ca zehn Pro­zent der gesam­ten Vereinsausgaben.Viele Pro­jek­te hät­ten wir ohne ihre Hil­fe nicht ansto­ßen und durch­füh­ren kön­nen. Aber sie hel­fen nicht nur finan­zi­ell, son­dern enga­gie­ren sich auch bei der Ver­eins­ar­beit, wie bei­spiels­wei­se am ers­ten Advent auf dem Niko­laus­markt in Mar­k­lk­ofen.“

Als Wal­ter und Hedi Roth­leh­ner Mit­te der 1980er Jah­re den phil­ip­pi­ni­schen Jesui­ten­pa­ter Joel Tabo­ra ken­nen­lern­ten, wur­de aus der wach­sen­den Freund­schaft bald das ers­te Pro­jekt für die phil­ip­pi­ni­schen „Plastic Peop­le“, jene Ärms­ten der Armen, die ohne Chan­cen vom und im Müll leben. Das ers­te Pro­jekt war eine klei­ne Schu­le für knapp 70 Schü­ler in Quen­son City, einem Stadt­teil von Mani­la.

Heu­te ist dar­aus die Poly­tech­ni­sche Uni­ver­si­tät  Quen­son City gewor­den – mit über 4.000 Schü­ler und Stu­den­ten, die sich längst allei­ne tra­gen kann und nicht mehr vom För­der­ver­ein aus dem nie­der­baye­ri­schen Vil­s­tal unter­stützt wer­den muss. Hil­fe zur Selbst­hil­fe – das ist das Cre­do des Ver­eins: „Wir sor­gen, wo immer es uns mög­lich ist, für den Anschub von Pro­jek­ten. Wenn’s dann läuft, stei­gen wir aus und wen­den uns neu­en För­der­mög­lich­kei­ten, das heißt, neu­en Pro­jek­ten, die wir ansto­ßen kön­nen, zu.“

Zur erfolg­rei­chen Stra­te­gie gehört auch, dass „jeder, der Hil­fe erhält, im Rah­men sei­ner Mög­lich­kei­ten auch selbst etwas dafür tun muss – sei es durch hand­werk­li­che oder finan­zi­el­le Eigen­leis­tung oder durch die Wei­ter­ga­be des erlern­ten Wis­sens.“

Im Hin­ter­kopf hat Wal­ter Roth­leh­ner dabei nicht zuletzt ein Zitat aus dem Evan­ge­li­um: „Wer da hat, dem wird gege­ben wer­den; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genom­men wer­den, was er hat.“ In der Sozio­lo­gie ist die­se Erfah­rung auch unter dem Begriff „Mat­thä­us-Effekt“ bekannt gewor­den: (Ers­te) Erfol­ge rufen danach immer neue Erfol­ge her­vor.

Dass das Prin­zip in der Rea­li­tät funk­tio­niert hat der För­der­ver­ein mitt­ler­wei­le in zig Pro­jek­ten bewie­sen: „Die Hil­fe, die zunächst nur weni­ge Arme erreich­te, ist inzwi­schen zu einer erfreu­li­chen Grö­ße ange­wach­sen und erreicht inzwi­schen vie­le Tau­sen­de.“ Der Ver­ein sorgt der­zeit bei­spiels­wei­se an 12 Schu­len für sau­be­res Trink­was­ser; Schü­lern wird die Aus­bil­dung finan­ziert, eben­so wie eine gesun­de Ernäh­rung; in Naga wer­den zwei Schwes­tern­hei­me (Mut­ter Tere­sa und Sis­ter of Love) mit Lebens­mit­tel und Medi­ka­men­ten ver­sorgt, die deren klei­nen Schütz­lin­gen zu Gute kom­men; eben­so ande­re kari­ta­ti­ve Ein­rich­tun­gen, die sich um Wai­sen oder unheil­bar Kra­ke küm­mern; das neu­es­te Pro­jekt ist ein Aus­bil­dungs­pro­gramm von Jugend­li­chen zum Schus­ter auf Mind­anao.

Aber auch bei Natur­ka­ta­stro­phen wird schnel­le Hil­fe geleis­tet oder bei den regel­mä­ßi­gen Kon­troll­rei­sen – alle zwei bis drei Jah­re – direkt vor Ort ver­sucht der Ver­ein spon­tan Not zu lin­dern. Alle Spen­den an den Ver­ein flie­ßen übri­gens jeweils zu 100 Pro­zent in die Pro­jekt­ar­beit, alle orga­ni­sa­to­ri­schen Ver­eins­aus­ga­ben inklu­si­ve Rei­se­kos­ten bezah­len Wal­ter und Hedi Roth­leh­ner aus eige­ner Tasche. Mit der Trans­pa­renz nimmt des der För­der­ver­ein sehr ernst. Immer wie­der fah­ren auch unab­hän­gi­ge Inter­es­sier­te mit auf die Phil­ip­pi­nen, um sich mit eige­nen Augen ein Bild von den Fort­schrit­ten der ein­zel­nen Pro­jek­te zu machen – natür­lich eben­falls auf eige­ne Kos­ten.

Für alle, die den Förderverein Philippinenhilfe e.V.
unterstützen möchten – hier die Kontoverbindung:

Volks­bank-Raiff­ei­sen­bank Fron­ten­hau­sen

IBAN: DE 27743913000000265330

BIC: GENODEF1DGF

Für den Erhalt einer Spen­den­quit­tung bit­te unbe­dingt Name und Adres­se ange­ben.

Weitere Infos unter www.philippinenhilfe.org

Geflügelhof Eberl
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