Dingolfinger Gymnasiasten auf dem Eberlhof

“Das können wir bald mal wieder machen!”

„Die wil­den Hüh­ner“ in Buch­form oder auf der Lein­wand sind bei Jugend­li­chen heu­te hin­läng­lich bekannt, aber so rich­tig live und in Far­be, wie vor kur­zem beim Besuch der Klas­sen 6b und 6e des Din­gol­fin­ger Gym­na­si­ums auf dem Geflü­gel­hof Eberl in Mar­k­lk­ofen, das war noch mal eine ganz ande­re Sache. Die Exkur­si­on der beson­de­ren Art fand im Rah­men des Natur- und Tech­nik-Unter­richts statt. Die bei­den Fach­leh­re­rin­nen The­re­sia Karl und Ursu­la Kel­bel hat­ten den Eberl-Hof 2014 das ers­te Mal mit ihren Schul­klas­sen besucht und damit „ganz neue Maß­stä­be für künf­ti­ge Anschau­ungs­aus­flü­ge“ gesetzt.

Auch die dies­jäh­ri­gen Aus­flüg­ler waren wie­der Feu­er und Flam­me und total bei der Sache. Begeis­tert film­ten und foto­gra­fier­ten die 54 Schü­le­rin­nen und Schü­ler das frei­lau­fen­de Feder­vieh, das sich mehr oder weni­ger gedul­dig auf den Arm neh­men und strei­cheln oder wild gackernd jagen ließ. Wer da mehr Spaß an der will­kom­me­nen Abwechs­lung vom All­tag hat­te – Schü­ler oder Hühn­chen – das war nicht ein­deu­tig aus­zu­ma­chen.

Noch bei der Nach­be­spre­chung am nächs­ten Tag im Unter­richt hat­ten waren die Schü­ler bei­der Klas­sen höchst moti­viert und ange­tan: „So eine Exkur­si­on kön­nen wir bald wie­der machen“ mein­ten sie uni­so­no. Es hat­te ihnen allen so gut gefal­len, dass sie zusam­men mit ihren Leh­re­rin­nen ihre Fotos von den „wil­den Hühn­chen“ sogar in einen Schau­kas­ten in der Schu­le aus­stel­len wol­len.

The­re­sia Karl und Ursu­la Kel­bel hat­ten ihr Unter­richts­ziel jeden­falls wie­der zu 100 Pro­zent erreicht. Sie woll­ten ihren Schü­lern anschau­lich demons­trie­ren, wo ihre Früh­stücks­ei­er eigent­lich her­kom­men – „eben nicht aus dem Super­markt­re­gal“. Die Kids lern­ten spie­le­risch live vor Ort, wie Hüh­ner heu­te gehal­ten wer­den bezie­hungs­wei­se gehal­ten wer­den soll­ten und wie viel Arbeit mit einer art­ge­rech­ten Hal­tung ver­bun­den ist. So ganz neben­bei beka­men sie einen Ein­druck, „wie Land­wirt­schaft funk­tio­niert“. Nach dem aus­gie­bi­gen Foto­ter­min im ein­ge­zäun­ten Gehe­ge des frei­lau­fen­den Feder­viehs, wo die Jugend­li­chen an die klei­nen schar­ren­den Stars eine Extra-Fut­ter-Rati­on – Haupt­zu­ta­ten Wei­zen und Mais, aus Eigen­her­stel­lung – ver­tei­len durf­ten, ging’s dar­an, die Unter­kunft der mun­te­ren Hüh­ner­schar genau zu inspi­zie­ren. Natür­lich nicht, ohne Franz Eberl „ein Loch in den Bauch zu fra­gen“.

Wei­te­re Sta­tio­nen waren die Pack- und Sor­tier-Abtei­lung, wo alle Eier zuerst durch­leuch­tet wer­den, um schmut­zi­ge oder kaput­te Eier aus­zu­sor­tie­ren, bevor sie auf lan­gen För­der­bän­dern auto­ma­tisch nach Grö­ßen sor­tiert am Ende aus­lie­fe­rungs­fer­tig ver­packt wer­den; ein Eberl-Eier-Auto­mat, an dem man rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, fri­sche Eier und Brot­zeit­ei­er, Nudeln aus Eberl-Eiern sowie eine Haus­ma­cher-Toma­ten­so­ße und ‑Hüher­sup­pe erste­hen kann und das mitt­ler­wei­le im gesam­ten Land­kreis. Stand­or­te gibt es drei­mal in Din­gol­fing, zwei­mal in Pil­s­ting, in Reis­bach, Gott­frie­ding, Land­au und Mar­k­lk­ofen.

Im Hof­la­den gab’s dann noch die der­zei­ti­gen sai­so­na­len Schman­kerl aus der Küche von Mari­an­ne Bau­er zu sehen – natür­lich gaa­anz viel aus den Lieb­lings­früch­ten der meis­ten Kids – aus prall­ro­ten, saf­tig-süs­sen Erd­bee­ren, alle frisch vom Feld genau gegen­über des Hof­la­dens. Bei einer klei­nen Brot­zeit konn­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler dann ihre Ein­drü­cke noch ein­mal Revue pas­sie­ren las­sen, bevor’s mit dem Bus wie­der zurück in die Schu­le ging.

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Geflügelhof Eberl
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