Tipps und Tricks – kunterbunte braune Ostereier

Frohe Ostern – mit selbst gefärbten Eiern

Der Brauch, die Eier bunt zu fär­ben oder zu bema­len und mit guten Wün­schen zu ver­schen­ken, ist schon seit meh­re­ren tau­send Jah­ren bekannt. Das Ei hat in der Geschich­te der Mensch­heit ver­schie­de­ne Bedeu­tun­gen: Es dient als Nah­rung, ist aber auch ein Sym­bol des Lebens und der Frucht­bar­keit.

Schon von der ger­ma­ni­schen Lie­bes­göt­tin Oste­ra ist über­lie­fert, dass sie für Frucht­bar­keit und begin­nen­de Blü­te im Früh­ling stand, die nach der tris­ten Win­ter­zeit mit vie­len bun­ten Far­ben wie­der in Erschei­nung trat. Ein Brauch, derspä­ter auch auf das christ­li­che Oster­fest über­tra­gen wur­de. Und so las­sen die Men­schen ihrer Krea­ti­vi­tät auch heu­te noch frei­en Lauf, um das Oster­fest fröh­lich und far­ben­froh zu gestal­ten.

Die Ide­en-Palet­te für selbst gebas­tel­te Oster­ei­er ist dabei schier unbe­grenzt: Kratz-Eier, Bor­ten-Eier, bekleb­te Oster­ei­er, Eier­köp­fe …

Vie­le bevor­zu­gen für den täg­li­chen Gebrauch die brau­nen Eier. Nur zu Ostern, da berei­ten die­se dann eini­ges Kopf­zer­bre­chen. Wie fär­be ich brau­ne Eier?! Geht das über­haupt?! Ja – im Anschluss eini­ge Bei­spie­le und Tricks, damit aus den gelieb­ten brau­nen Eiern wun­der­schö­ne Oster-Schmuck­ei­er wer­den:

Edler Osterschmuck in Milchkaffeebraun und Weiß

Das brau­ne Ei mit einem wei­ßen Wachs­mal­stift ver­schö­nern. Auch mit Deck­weiß oder wei­ßer Acryl­far­be auf Was­ser­ba­sis kann man hüb­sche Mus­ter malen. Braun – Weiß, das sieht auf jeden Fall sehr edel und natür­lich aus.

Kunterbuntes Eier-Osterallerlei

Auch mit Was­ser­far­be kön­nen brau­ne Eier deckend bemalt wer­den: Die Far­be ein­fach nicht so wäss­rig machen. Bei her­kömm­li­chen Heiss­far­ben min­des­tens die dop­pel­te Men­ge an Fär­be­ta­blet­ten bei gleich blei­ben­der Was­ser­men­ge neh­men. Etwas weni­ger Essig als ange­ge­ben. Vor allem rot, grün, lila, blau wird sehr schön, gelb und oran­ge eher nicht.

Zaubertrick mit natürlicher Säure

Brau­ne Eier mit Zitro­nen­saft oder Essig bema­len: Die Säu­re mit einem Wat­te­stäb­chen, einem Zahn­sto­cher oder einer Schreib­fe­der auf­tra­gen – je nach dem, wie fein das Mus­ter wer­den soll. Je nach dem, wie lan­ge die Säu­re ein­wirkt, des­to hel­ler wird die Stel­le dar­un­ter. Des­we­gen immer nur eine klei­ne­re Stel­le bema­len, die Säu­re ein­wir­ken las­sen und nach eini­ger Zeit weg­wi­schen, damit sie nicht ver­läuft. Dann das nächs­te Stück in Angriff neh­men.

Mit Zitro­nen­saft bzw. Essig las­sen sich so ganz leicht auch hüb­sche Strei­fen­mus­ter fär­ben. Hier­für vor dem Kochen mit einem Wat­te­stäb­chen und Zitro­nen­saft das Mus­ter auf das Ei auf­zeich­nen. Anschlie­ßend das Ei im Farb­sud kochen. Dort wo das Ei mit Säu­re behan­delt wur­de, wird die Far­be nicht / weni­ger ange­nom­men.

Tropfen für Tropfen auf den Punkt gebracht

Für ein Trop­fen­mus­ter am bes­ten mit einer wei­ßen Ker­ze Wachs auf das Ei trop­fen las­sen. Vor dem Fär­ben das Wachs gut trock­nen las­sen. Unter der Wachs­schicht nimmt das Ei die Far­be nicht so inten­siv an – so ent­steht ganz leicht ein gepunk­te­tes Ei.

Die Wachs­tech­nik ist beson­ders in öst­li­chen Län­dern beliebt und per­fek­tio­niert wor­den. Damit kön­nen wah­re Kunst­wer­ke ent­ste­hen.

Aller­dings ist dies eher was für Fort­ge­schrit­te­ne. Man braucht Werk­zeug und viel Zeit und Geduld, weil’s meh­re­re Arbeits­gän­ge gibt. Am bes­ten man ver­wen­det zur Sicher­heit als Basis ein “unka­putt­ba­res” Kunstei.

Klebeeffekte

Kei­ne Far­ben zur Hand? War­um ver­su­chen Sie es nicht ein­fach mal mit Bekle­ben: z.B. in Ser­vi­et­ten­tech­nik. Die Ergeb­nis­se kön­nen sich auf jeden Fall sehen las­sen.

Statt mit Ser­vi­et­ten­mo­ti­ven gelingt das klei­ne Eier-Kunst­werk aber auch ganz her­vor­ra­gend mit Moti­ven von öster­li­chem Geschenk­pa­pier, Brief­mar­ken oder klei­nen Auf­kle­ber­chen aller Art. Ein­fach mit Ser­vi­et­ten­lack, Kleb­stoff oder Tape­ten­kleis­ter sau­ber auf­kle­ben – vor­her das Grun­die­ren nicht ver­ges­sen! PS: Für klei­ne Kin­der eig­nen sich hier am bes­ten fer­ti­ge Sti­cker.

Glitzer und Glamour

Auch mit Bon­bon- und Pra­li­nen­pa­pier­chen las­sen sich Oster­ei­er fan­ta­sie­voll gestal­ten. Das Papier in klei­ne Stü­cke rei­ßen und damit das Ei bekle­ben. Oder das Ei rund­um mit der dün­nen Metall­fo­lie bekle­ben / umwi­ckeln. Man kann das Ei aber auch zusätz­lich mit Schmuck­stein­chen aus dem Bas­tel­la­den oder Gold­staub etc. zum Glit­zern brin­gen.

Edles aus dem Schlauch

Es gibt extra Plas­tik­schrumpf­schläu­che in der Bas­tel­ab­tei­lung – bunt bedruckt oder ganz edel mit gold­far­be­nem Dekomus­ter. Die Schläu­che   wer­den ein­fach über die Eier gezo­gen und dann ins hei­ße Was­ser getaucht. Sieht, vor allem mit dem Gold­de­kor, bei brau­nen Eiern klas­se aus.

Natur pur!

Mit Eiweiß klei­ne Blü­ten oder Blät­ter – z.B. glat­te Peter­si­lie – auf das Ei kle­ben, in ein klei­nes Stück von einer alten Strumpf­ho­se ein­pa­cken und dann ab damit z.B. in Zwie­bel­scha­len­sud oder kla­res Was­ser. Das Ei mit der Strumpf­ho­se kochen und anschlie­ßend voll­stän­dig trock­nen las­sen. Erst dann die Blät­ter vom Ei lösen.

Oder eine ande­re Vari­an­te: Eier mit Kle­ber bestrei­chen und in getrock­ne­ten Blü­ten­blät­tern wäl­zen oder Eier mit Moos bekle­ben oder mit getrock­ne­ten Mais­kör­nern und bun­ten Boh­nen deko­rie­ren wer­den. Macht beson­ders Kin­dern viel Spaß, nach­dem man vor­her gemein­sam in der Natur auf Sam­mel-Exkur­si­on war.

Umwickelt und umgarnt!

Eier kön­nen mit einem bun­ten Bast­band umwi­ckelt wer­den, das man anklebt. Man kann sie aber auch rund her­um umhä­keln oder mit einer Spit­ze / Bor­te bekle­ben.

Österlicher „Papiertiger“ – pardon, Papierhase!

Z.B. aus brau­nem Papier Hasen­oh­ren aus­schnei­den und auf­kle­ben und mit spe­zi­el­len lebens­mit­tels­ge­eig­ne­ten Stif­ten Hasen­ge­sich­ter auf die Eier malen.

Aus der Experimentierküche der Natur

Brau­ne Eier mit Zitro­nen­saft oder Essig bema­len: Die Säu­re mit einem Wat­te­stäb­chen, einem Zahn­sto­cher oder einer Schreib­fe­der auf­tra­gen – je nach dem, wie fein das Mus­ter wer­den soll. Je nach dem, wie lan­ge die Säu­re ein­wirkt, des­to hel­ler wird die Stel­le dar­un­ter. Des­we­gen immer nur eine klei­ne­re Stel­le bema­len, die Säu­re ein­wir­ken las­sen und nach eini­ger Zeit weg­wi­schen, damit sie nicht ver­läuft. Dann das nächs­te Stück in Angriff neh­men. Mit

Zitro­nen­saft bzw. Essig las­sen sich so ganz leicht auch hüb­sche Strei­fen­mus­ter fär­ben. Hier­für vor dem Kochen mit einem Wat­te­stäb­chen und Zitro­nen­saft das Mus­ter auf das Ei auf­zeich­nen. Anschlie­ßend das Ei im Farb­sud kochen. Dort wo das Ei mit Säu­re behan­delt wur­de, wird die Far­be nicht / weni­ger ange­nom­men.

Bei­spiel – rote Fär­bung:

Dazu rei­chen 1 ½ Tee­löf­fel Krapp­wur­zel, die gut ein­ge­weicht mit ½ Liter Was­ser kurz auf­ge­kocht und anschlie­ßend nur warm gehal­ten wer­den. Die Eier soll­ten dann für min­des­tens 10 Minu­ten in die Flüs­sig­keit gelegt wer­den, damit sich eine zie­gel­ro­te Far­be ent­wi­ckeln kann. Wenn man noch ca. 1 Tee­löf­fel Alaun hin­zu gibt, kann man den Farb­ton noch­mals hübsch vari­ie­ren.

Bei­spiel – blaue Fär­bung:

Mit Blau­holz hin­ge­gen ent­wi­ckelt sich eine himm­lisch blaue Far­be, die eben­falls schnell und leicht her­zu­stel­len ist. Es wer­den 2 Ess­löf­fel Blau­holz auf ½ Liter Was­ser auf­ge­kocht und auch hier kann eine Mes­ser­spit­ze Alaun hin­zu gege­ben wer­den. Bei wei­ßen Eiern gelingt hier nach kur­zem Ein­tau­chen ein schö­nes Hell­blau und nach einem län­ge­ren Farb­bad ein inten­si­ves Vio­lett­blau. Bei brau­nen Eiern ist nur der dunk­le Farb­ton wirk­lich schön.

Will man mit Pflan­zen­far­ben arbei­ten, müs­sen die Eier vor­her eine hal­be Stun­de in ein Essig­bad. Dafür wird auf einen Liter lau­war­mes Was­ser ein Tee­löf­fel Essig­es­senz gege­ben.

Um bei selbst gefärb­ten Eiern die Poren der Eier­scha­le zu ver­schlie­ßen, kann man sie z.B. mit einer Speck­schwar­te oder abrei­ben. Nach Trock­nung bekom­men die fer­ti­gen Oster­ei­er durch das Ein­rei­ben einen beson­ders schö­nen Glanz.

Wir vom Geflü­gel­hof Eberl wün­schen Ihnen auf jeden Fall eine fröh­li­che Oster­zeit mit vie­len bun­ten Eiern! Und wenn es schnell und pro­blem­los gehen soll – wir haben ein gro­ßes Sor­ti­ment von far­bi­gen Eiern im Ange­bot – in sechs leuch­tend bun­ten Far­ben.

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